Inklusion im NETZ

Unsere Angebote:

 

  • Begleitung für Familien und Menschen mit Handicap

  • Inklusionskoffer für Veranstaltungen

  • Sie planen eine Veranstaltung mit vielen verschiedenen Menschen und Altersgruppen? Sie möchten Ihren Blick für Ihre Gäste noch mehr schärfen?Wir bieten Ihnen:
    • Eine übersichtliche Checkliste, die sich einfach umsetzen lässt
    • Material, das sich einfach gleich verwenden lässt
    • Einen handlichen Koffer, in dem einfach alles verstaut ist
    • Menschen mit Erfahrung, die Sie dabei gerne unterstützen

Hier geht’s zur Bildergalerie:

Fotos: Inklusion im NETZ

In Kooperation mit der Kommune Lenningen fanden 2017 Hallenbegehungen statt, die dazu beitragen, deren Benutzung barrierefreier zu gestalten im Rahmen machbarer Möglichkeiten. Durch die Nutzung des Inklusionskoffers werden Veranstalter angeregt, ihre Örtlichkeiten mit anderen Augen zu betrachten. In öffentlichen Medien werden immer wieder Impulse gesetzt, die zum Nachdenken anregen über das Thema Inklusion.

Wir gehen vor Ort kleine, aber beharrliche Schritte.

 

Unser Team:

 

  • Eine Gruppe von Betroffenen und engagierten Menschen, Ansprechpartner ist Ewald Löw  

         Weitere Infos  hier: Woche 50 18 Inklusion Übernahme durch Ewald Löw

 

Unser Ziel:

 

  • Deutlich machen: Inklusion betrifft alle!

         Menschen mit Behinderung, Senioren, Familien……

  • voneinander lernen, mit den Augen des anderen zu sehen
  • Erfahrungen weitergeben
  • Inklusion praktisch umsetzen und leben

Möchtest du mitmachen? Wir freuen uns auf dich!

Kontakt: Telefon 07026-370198 oder inklusion@unser-netz.info

 

 

Aktuell:

 

Blind wie ein Maulwurf?     Von wegen….

 

Owen. Die Welt einmal mit anderen Augen sehen, das wollte eine Gruppe von Kindern erleben, die sich für das Kinderferienprogramm der Inklusionsgruppe von Unser NETZ angemeldet hatten.

Eine Welt, die bunt ist und voller spannender Dinge – das kannten alle Kinder aus eigener Erfahrung. Mal kurz zu einem Freund düsen oder Ostereier suchen, für alle Teilnehmer ein Kinderspiel. Aber wie es ist, wenn man nur nur noch grobe Umrisse, neblige Gestalten oder gar nichts mehr sieht, das war eine völlig neue Erfahrung, die die Kinder an diesem Vormittag machten. Anhand von Augenbinden wurde die bunte Welt auf einmal schwarz und man musste sich auf Hören, Tasten und Fühlen verlassen, um einem anderen Menschen zu begegnen und ihn auch wiederzuerkennen. Verborgen in kleinen Säckchen, durften die Kinder allerhand Alltagsgegenstände und Nahrungsmittel ertasten. Mit einer Simulationsbrille torkelten die Kinder auf einmal unsicher durch den Raum und versuchten, ihren Weg durch die ansonsten spielend zu überwindenden Hindernissen zu nehmen. Eine völlig neue Erfahrung für alle! Den dadurch verursachten Überlegungen, wie man denn dann noch Bücher oder Handy benutzen oder alleine den Weg finden kann, stellten Bettina Röck und Ewald Löw mit ihrer humorvollen und aufgeschlossenen Art viele interessante und geniale Hilfsmittel gegenüber, die sehbehinderten Menschen in bestimmten Bereichen ein selbständiges Leben ermöglichen: Die Blindenschrift, die uns überall auf den Medikamentenschachteln begegnet und mit Hilfe von einem Braillegerät auch das Lesen und Schreiben von Texten erleichtert. Bei den eigens für die Teilnehmer erstellten Namensblättern merkten alle Kinder jedoch recht schnell, dass es gar nicht so einfach ist, diese Schrift zu erlernen, auch nicht für Sehende. Das Handy, das Textnachrichten vorliest und auf Sprachzuruf reagiert, war dann schon einiges einfacher zu handhaben. Und auch Geräte, die Farben erkennen und Warencodes vorlesen können, waren eine faszinierende Erfahrung. Das Gehen mit dem Blindenlangstock dagegen, war wieder sehr mühsam und brauchte die volle Aufmerksamkeit, da Mülltonnen leider keine Geräusche machen, wenn sie im Weg stehen. Von piepsenden Ampeln und markierten Wegen hatten alle Kinder schon gehört oder sogar ausprobiert. Dass die Post Hörbücher für sehbehinderte Menschen nach Hause bringt und wieder abholt, war dagegen neu. Am spannendsten aber war natürlich Kojack, der Blindenführhund, der nach einer langen Ausbildung in einer speziellen Hundeschule dafür trainiert ist zum Beispiel auf Befehl einen Sitzplatz anzuzeigen, vor Abgründen stehen zu bleiben oder einen Weg durch die Straßen und Häuser zu finden. Leider jedoch konnten die Kinder Kojack nicht in Aktion erleben, da dieser kurz zuvor beim Spielen in einer Wiese in eine Glasscherbe getreten war und sich den Ballen aufgeschnitten hatte. Aber auch das war eine wertvolle Erkenntnis für alle, dass durch die Gedankenlosigkeit von anderen Menschen das Leben von Sehbehinderten extrem beeinträchtigt werden kann, da Kojack nun für Wochen nicht mehr als Führhund arbeiten kann.

Alles in allem war die Begegnung mit sehbehinderten Menschen eine wertvolle Erfahrung, die Spaß, die Kinder aber auch sensibler gemacht hat für Menschen, die mit Beeinträchtigungen ihr Leben gestalten müssen.

Aber Blind wie ein Maulwurf? von wegen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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